muy-RICA© Frank Heuke

Der Citrin




Citrin - Rohkristall und geschliffen

Der Citrin ist nach dem französischen Wort für Zitrone – „citron“ – benannt, womit seine zitronengelbe Farbe beschrieben wird.


Chemische Zusammensetzung des Citrins

Dieser lebendige Edelstein ist eine makrokristalline Varietät des Quarzes, der in der Natur für gewöhnlich zusammen mit dem Amethyst vorkommt. Seine leuchtende Farbe erhält der Citrin durch Eisen. Der Mehrfarbige Citrin ist eine Verbindung aus Citrin und Weißem Quarz, die durch umweltbedingte Veränderungen während seiner Entstehung hervorgerufen wird. Im Ametrin verschmilzt das feminine Purpur des beliebten Amethysts mit dem frischen Gelb des Citrins zu einer weiteren unwiderstehlichen zweifarbigen Edelsteinvarietät.


Herkunft

Die beliebten Citrine werden in Brasilien, Madagaskar, Uruguay und Mosambik gefunden, der Mehrfarbige Citrin sowie der Ametrin in Bolivien. Limonen-Citrine stammen außerdem auch aus Sambia und Tansania.




Geschichte des Citrins

Citrine sind schon seit ca. 480 v. Chr. im antiken Griechenland populär, bei den Römern fanden sie in den ersten Jahrhunderten nach Christi Geburt zunächst in Intaglien-Steinen (Edelsteine mit einem negativ geschliffenen Relief) und als Cabochons Verwendung.


In der Antike galt der Citrin als Edelstein des Glücks und wurde als Talisman gegen böse Gedanken, Schlangenbisse und andere giftige Reptilien genutzt. Der Citrin fand vielfach auch medizinische Anwendung, da man glaubte, er unterstütze die Verdauung, entferne Giftstoffe aus dem Körper, schütze vor Pest sowie schlechter Haut und sei nützlich bei der Behandlung von Depressionen und Diabetes.


Experten der Edelstein-Heilkunde nehmen außerdem an, der Citrin stimuliere die mentalen Fähigkeiten, Kreativität und fördere Intuition sowie Selbstvertrauen. Außerdem soll er Kontrolle über eigene Emotionen geben und die Wachsamkeit erhöhen.


Charakteristika der Citrine


Die Farbe des Citrins reicht von pastellfarbenem Zitronengelb über Goldgelb bis hin zu Mandarin-Orange und Madeira-Rot (benannt nach dem gleichnamigen Wein). Traditionell waren die „Madeira“-Farbtöne am begehrtesten, doch heutzutage bevorzugen viele die helleren Zitronenfarben des Citrins. Der Mehrfarbige Citrin zeigt einen sanften Übergang von Gelb zu Weiß.


Citrin-Varietäten


Die wunderschöne, an Mandarinen erinnernde Farbe des Mandarin-Citrins unterscheidet sich deutlich vom typischen Goldgelb des Citrins. Der Limonen-Citrin zeigt ein erfrischendes Gelb mit einer zarten grünlichen Note. Rötlich erstrahlt der Madeira-Citrin, der nach dem gleichnamigen Wein benannt ist, der einen ähnlichen Farbton aufweist. Der Mehrfarbige Citrin lässt das Goldgelb des Citrins und das eisige Weiß des Quarzes in einem Edelstein verschmelzen, dafür verbinden sich im Entstehungsprozess zu verschiedenen Zeiten das farbgebende Element Eisen mit dem Quarz und verursacht so verschiedene Farbschichten. Der Rohedelstein wird dann absichtlich so geschliffen, dass dieses Phänomen gut sichtbar ist – so auch beim Ametrin, in dem sich der Citrin mit dem Amethyst verbindet.



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