muy-RICA© Frank Heuke

Der Morganit


Der Morganit ist eine weitere wunderschöne Varietät aus der Beryllfamilie, die in zauberhaften Rosa- bis Violett-Tönen erstrahlt.


Morganit - Rohkristall und geschliffen

Der Morganit wurde erst 1911 in Madagaskar entdeckt und hieß zunächst „Pinkfarbener Beryll“. Der berühmte Gemmologe George Frederick Kunz benannte ihn jedoch zu Ehren seines Gönners, des New Yorker Bankiers und Philanthropen John Pierpont Morgan, in „Morganit“ um.


Chemische Zusammensetzung des Morganits

Der mit dem Aquamarin und dem Smaragd verwandte Morganit ist ein transluzenter bis transparenter Beryll, durch Spuren von Mangan entstehen seine herrlichen rosen-, magnolien- und pfirsichfarbenen Tönungen.


Herkunft

Der Abbau von Morganit erfolgt derzeit vor allem in Afghanistan, Brasilien und Madagaskar.


Geschichte des Morganits

Durch seine späte Entdeckung im Jahr 1911 haben sich noch keine Mythen zum Morganit ausgebildet. Allerdings wird teilweise angenommen, dass pinke Edelsteine starke metaphysische Wirkung in Bezug auf Liebe und Leidenschaft haben.


Charakteristika des Morganits


Normalerweise ist der Morganit augenrein, was bedeutet, dass mit dem bloßen Auge in einem Abstand von etwa 15 cm keine Einschlüsse sichtbar sind.Als Rohstoff


Beryll ist die Hauptquelle für das giftige Leichtmetall Beryllium, das unter anderem in der Raumfahrttechnik als Bestandteil von Speziallegierungen eingesetzt wird. Mehr als 80 Prozent der Weltjahresproduktion stammen aus den USA. Zudem wurden im Mittelalter Berylle zu Linsen geschliffen, die als Brille verwendet wurden und dieser ihren Namen gaben.

Als Schmuckstein


Hooker-Smaragd, 75 ct


Skulptur aus Quarz mit eingeschlossenem Smaragd

Berylle aller Farbvarietäten werden bei guter Qualität zu Schmucksteinen verarbeitet. Der Smaragd wurde allerdings als eine der ersten Varietäten für diese Zwecke genutzt und in größeren Mengen abgebaut. Die ältesten Minen lassen sich auf etwa 1.300 v. Chr. datieren.

Klare Schmucksteine erhalten üblicherweise einen facettierten Schliff. Beim Schleifen ist jedoch der bei einigen Beryll-Varietäten deutliche Pleochroismus zu berücksichtigen.

Durchscheinende bzw. undurchsichtige Steine erhalten einen Cabochon-Schliff. Größere Mineralaggregate werden manchmal auch zu kunstgewerblichen Gegenständen verarbeitet.